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Bären-Apotheke

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Hirndrucksteigerung

Hirndrucksteigerung,
intrakranielle Druckerhöhung:

krankhafter Anstieg des Druckes innerhalb der Schädelhöhle.

Ursache: Die akute Volumenzunahme des Gehirns ist z. B. durch Hirnschwellung nach schweren Kopfverletzungen und akuten Entzündungen oder durch ausgedehnte Blutungen bedingt; eine langsam zunehmende, chronische Hirndrucksteigerung entwickelt sich oft im Rahmen eines Hirntumors oder einer Abflussstörung des Nervenwassers. Da sich das Gehirn aufgrund des Schädelknochens nicht ausdehnen kann, kommt es zu Gewebequetschung und Durchblutungsstörungen; bei Verlagerung des Gehirns werden wichtige Hirnanteile eingeklemmt.

Befund: Zunehmende Kopfschmerzen sind erstes Anzeichen, im weiteren Verlauf treten Übelkeit, Erbrechen, Schluckauf, Lähmungen und psychische Veränderungen wie Unruhe, Antriebslosigkeit und Gedächtnisstörungen auf. Sehstörungen, einseitige Pupillenerweiterung und Augenmuskellähmungen sind Zeichen einer Hirnnervenschädigung. Wird die Hirndrucksteigerung nicht behoben, können Bewusstseinsstörungen bis hin zum tiefen Koma, irreversible Hirnschäden und schließlich der Tod die Folge sein. Bei der akuten Hirndrucksteigerung entwickeln sich die Krankheitserscheinungen rasch, während bei der chronischen Hirndrucksteigerung über einen längeren Zeitraum meist psychische Veränderungen im Vordergrund stehen.

Behandlung: Bei fortgeschrittener Symptomatik müssen die Erkrankten v. a. aufgrund des drohenden Atemstillstands auf einer Intensivstation versorgt werden. Solange keine Operation möglich ist, erfolgt die Therapie mit entwässernden Medikamenten und Kortikoiden, die eine weitere Zunahme des Hirnödems verhindern sollen. Notfallmaßnahmen zur raschen Senkung des Drucks sind die Schädeltrepanation oder bei Nervenwasserabflussstörungen die Liquordränage, d. h. die Ableitung des Nervenwassers über einen Schlauch. Blutungen müssen ausgeräumt werden, die Behandlung der Grunderkrankung erfolgt oft erst, wenn sich der Zustand des Betroffenen stabilisiert hat.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 15.12.2011

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