harmlose angeborene Fehlbildung, bei der die natürliche Öffnung des Jungfernhäutchens fehlt.
Befund: Beschwerden treten meist erst in der Pubertät beim Einsetzen der Periode auf. Charakteristisch sind zunehmende Unterbauchschmerzen, teilweise verbunden mit Übelkeit und allgemeinem Krankheitsgefühl, die in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen entsprechend dem Menstruationszyklus auftreten. Das Menstrualblut kann nicht abfließen und staut sich in der Scheide bis in die Gebärmutter, manchmal sogar bis in die Eileiter zurück. Das aufgestaute Blut kann bei einer Tastuntersuchung vom Mastdarm aus gefühlt oder durch eine Ultraschalluntersuchung erkannt werden.
Behandlung: In kurzer Narkose und unter gleichzeitiger Gabe von Antibiotika wird das Jungfernhäutchen gespalten, das Blut kann abfließen.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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