Bildung von weißen, pigmentfreien Flecken auf Haut und evtl. Schleimhaut.
Ursache: Die weißen Flecken entstehen durch einen Untergang der Pigmentzellen (Melanozyten), dessen Ursache nicht bekannt ist. Es werden Autoimmunmechanismen vermutet. Die Weißfleckenkrankheit kommt familiär gehäuft vor und ist nicht selten mit anderen Erkrankungen vergesellschaftet, z. B. Schilddrüsenerkrankungen oder kreisrundem Haarausfall.
Befund: Beginnend zwischen dem 10. und 30. Lebensjahr, treten anfangs scharf begrenzte, linsen- bis münzstückgroße entfärbte Hautflecken auf, die später zusammenfließen und oft bizarr geformt sind. Die Flecken können auch den behaarten Kopf betreffen, wodurch die Haare dann ebenfalls weiß werden.
Behandlung: Für die Behandlung stehen verschiedene Ansätze zur Verfügung. Dazu gehören z. B. örtlich angewandte Kortikoide, Fotochemotherapie, Abdecken mit wasserfester Schminke oder Bleichen der umgebenden Haut. Der Erfolg der Maßnahmen ist oft unbefriedigend. Im Vordergrund steht der Sonnenschutz, wie er auch dem Sonnenbrand vorbeugt.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 20.04.2012
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